Handball Bericht vom Wochenende 24/25.10.2020

von Petra Molitor

Schwarzwald-Derby geht klar an die SG HLT Damen

Mit einem verdienten 28:18 Sieg überzeugten die Landesligahandballerinnen der SG Hornberg/Lauterbach/Triberg vor heimischem Publikum und gewinnen im Schwarzwald-Derby deutlich.

Das erste Ausrufezeichen gehörte jedoch der SG Gutach/Wolfach. Mit einem sehenswerten Rückraumkracher meldete die Gäste-SG ihre Ambitionen an. Allerdings sollte diese 0:1 Führung die einzige in dieser Partie bleiben. Die Heimdamen antworteten mit einem 7:0-Lauf und brillierten in dieser Phase durch eine kompakte Abwehrreihe und der erneut gut aufgelegten Jasmin Raddatz im Tor, die an diesem Abend etliche Würfe entschärfte. Im Angriff zeigten sich die Hornbergerinnen spielstark, fanden immer wieder die richtigen Lösungen und netzten sicher ein. Schöne Anspiele an den Kreis von nahezu allen Positionen überraschten die Gästeabwehr mehrfach. Dazu traf Rückraumspielerin Christin Streif nach Belieben und trug sich an diesem Abend als beste Werferin gleich sieben Mal in die Torschützenliste ein.

Vor ausverkauften Rängen sahen die Zuschauer eine überzeugende Mannschaftsleistung der Heim-SG, die zur Halbzeitpause verdient mit 17:9 führte. Nach Wiederanpfiff schlichen sich bei der SG HLT dann wiederholt Ungenauigkeiten im Abschluss ein, die einen noch deutlicheren Spielstand verhinderten. Über 20:14 (40. Minute) bis hin zum 25:17 (52.) verlief die zweite Halbzeit dann ausgeglichen, ehe die Schlusssirene den endgültigen Spielstand von 28:18 markierte.
 

Für die SG spielten:
Andrea Effinger und Jasmin Raddatz (jeweils Tor), Laura Walter (2), Caroline Brüstle (1), Vivien Abelmann (1), Katharina Mangold (1), Christin Streif (7), Caroline King, Juliane Kaspar (5), Verena Hinz (3/2), Melanie Moosmann, Christine Moosmann (2), Hebiba Kurz (4/2) und Jessy Pickenhan (2/1).

Spielbericht - Handball Bezirksliga SG HLT Herren 1 vs TuS Oppenau 21:27 (10:11)

SG Hornberg/Lauterbach/Triberg (SG HLT) Herren 1

Jankowski fasst im Alleingang

Hornberg/Lauterbach/Triberg. Am Samstagabend zur Primetime standen sich die SG HLT Herren 1 und der aufstiegsambitionierte TuS Oppenau in der Hornberger Sporthalle gegenüber. Die HLT war gut vorbereitet. Sowohl in Sachen Hygienekonzept, was durch ein ausgeklügeltes Ticketsystem Zuschauer zuließ als auch in Sachen Handball. So hatte der HLT-Chefcoach Lars Kienzler seine „Boys“ gut auf den dritten Handballkracher in Folge vorbereitet. Es sollte, trotz der Gewissheit der Spielstärke der Gäste, endlich etwas Zählbares erkämpft werden. Dementsprechend entschlossen und motiviert ging die Kienzler-Truppe ins Spiel und zeigte den Gästen binnen drei Minuten eine Kostprobe ihres Könnens. 3:0 und alles lief nach Plan. Dadurch wurden die Renchtäler aufgeweckt und zeigten ihrerseits, mit einem 4:0-Lauf, dass man es den Einheimischen nicht zu einfach machen werde. Zwischenstand in der 9. Spielminute: 3:4. Die folgenden rund 9 Spielminuten wurden im Abschluss deutlich effektiver durch die Gäste genutzt, denn die HLT schaffte es wieder einmal nicht das Runde ins gegnerische Eckige zu bringen. Trotz gut herausgespielter Torchancen belohnten sich die Kienzler-Boys nicht. Zwischenstand: 6:8 in der 19. Spielminute. Bis zur Halbzeit verlief es ähnlich ausgeglichen und die Unparteiischen Silberer/Kern pfiffen beim Stand von 10:11 zur Pause. Die Halbzeitansprache von Lars Kienzler war klar. Es galt das Herausgespielte besser zu nutzen damit der Gegner mehr unter Druck gerät. Leider kam es anders als gedacht, denn bei den Gästen drehte plötzlich ein mannschaftlich clever agierender und torgefährlicher Radoslaw Jankowski auf. Jankowski, der bekanntlich für den TV Willstätt in der 3. Bundesliga und Oberliga BaWü aktiv war und zuletzt beim HGW Hofweier in der Südbadenliga spielte, bestimmte das Spielgeschehen der Gäste und sorgte mit 11 Treffern in Abschnitt zwei für die nahezu alleinige Entscheidung. Sichtlich beeindruckt und unter dem Druck des Rückstandes verließ die HLT ihr Spielsystem und hatte nur beim 14:15 (38. Spielminute) sowie 19:21 (51. Spielminute) nochmals Tuchfühlung. Allerdings wirkte sich das 7m-Strafenverhältnis von 1:6 sowie die Strafminuten von 0:6, aus Sicht des TuS Oppenau, ebenfalls negativ auf das HLT-Konto aus. Der verdiente Sieg der Gäste war mit 21:27deshalb nicht mehr in Gefahr. „Wir machen uns das Leben selbst schwer, vergeben gerade in der ersten Spielhälfte zu viele gut herausgespielte Torchancen und laufen so das ganze Spiel einem Rückstand hinterher als mit Selbstvertrauen vorne weg spielen zu können. Das machte sich dann in der zweiten Spielhälfte wieder bemerkbar. Wir haben wieder ein bisschen den Faden verloren und nicht mehr mit derselben Überzeugung unsere Aktionen gestartet“, so der enttäuschte Coach Lars Kienzler.

Spielverlauf:

1:0, 3:0, 3:4, 4:4, 4:6, 5:6, 5:8, 8:8, 8:9, 9:9, 9:10, 10:10, 10:11 (HZ), 10:13, 11:13, 11:14, 12:14, 12:15, 14:15, 14:17, 15:17, 15:19, 16:19, 16:21, 19:21, 19:24, 20:24, 20:25, 21:25, 21:27 (Endstand)

 

SG HLT:

Frank Ecker und Emir Oral (beide Tor), Mirco Lehmann, Laurin Allgeier (2), Jan Moosmann (3), Benedikt Molitor (1), Felix Moosmann (3), Pascal Lauble (5), Finn Maurer (1), Till Maurer, Sascha Staiger (1), Robin Moosmann (2), Tim Schott (3), Coaches Lars Kienzler (A), Robin Storz (B), Maximo Schaumann (C), Konstantin Wöhrle (D)

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