Bericht Südbadenliga Damen

von Petra Molitor

Unterirdische Leistung wird bestraft

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Vergangenen Samstag verloren die Damen der SG Hornberg/Lauterbach verdient mit 21:22 (9:11) gegen die BSV Phönix Sinzheim. Das Ergebnis fiel zwar knapp aus, doch das lag lediglich an der kurzen Aufholjagd der SG in den letzten vier Spielminuten beim Stand von 18:22. Diese kam allerdings zu. Wieder einmal steht die SG punktelos da, wieder einmal erlaubte sich das Team um Trainer Heidig zu viele technische Fehler und Fehlwürfe.

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Zunächst ging die SG durch Christine Oeser mit 1:0 in Führung. Die Gäste trafen erst in der 5. Minute zum 1:1. Nun spielten beide Teams ausgeglichen, wobei der BSV immer mit einem Tor in Führung ging. Hornberg konnte bis zur 20 Minute immer ausgleichen. Die SG erlaubte sich aber wieder viel zu viele Fehler. Egal ob im Angriff oder in der Abwehr, bei der SG war der Wurm drin. Sinzheim bestrafte dies meist durch Tempogegenstöße oder Rückraumtore. Hornberg bekam diese, wie auch im Hinspiel, nicht in den Griff. Bis zum Halbzeitpfiff hatten die Gäste ihre Führung auf 9:11 ausgebaut.

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In der Kabine stellte Heidig fest, das sich seine Damen in den ersten 30 Minuten mehr als 14 Fehler erlaubt haben. Alle wollten dies im nächsten Durchgang ändern. Dementsprechend lauteten die Vorsätze für die zweite Spielzeit. Alle waren motiviert, zumindest sagten sie das. Was die Zuschauer aber zu sehen bekamen war eine unterirdische Leistung der Mannschaft. Die sonst so gute Absprache in der Abwehr funktionierte heute gar nicht. Die Lücken wurden immer größer, egal ob die Außenspielerinnen, der Rückraum oder die Kreisläuferin, alle kamen beinahe ungehindert zum Torwurf. Hornberg konnte die Gäste von keiner Position aus stoppen. So waren auch die beiden SG-Torhüterinnen machtlos und standen mehr als einmal ratlos zwischen den Pfosten. Der BSV baute seine verdiente Führung nach und nach aus. In der 44. Minute war diese bereits auf 6 Tore gestiegen (12:18).

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Im SG-Angriff kam kein richtiger Spielaufbau zustande. Der Ball fand selten seinen Weg zum Tor, denn davor landete er entweder im Aus, auf den Füßen der eigenen Mitspielerinnen oder direkt in den Händen der Gegner. Wenn dann mal ein Torwurf gelang, dann landete dieser direkt bei der Torhüterin. Mindestens 10 gute Chancen wurden so leichtsinnig verschenkt. Eine Zeitstrafe für die Gäste ließ die SG wieder auf 16:18 herankommen. Heidig stellte in der Abwehr auf Manndeckung um, dennoch kam Sinzheim zu einfachen Treffern. Beim Stand von 18:22 und noch vier zu spielenden Minuten nahm der SG-Trainer die letzte Auszeit. Kurz darauf bekam der BSV eine Zeitstrafe. Und plötzlich war der Kampfgeist der Schwarzwälderinnen geweckt. Alle legten den lang ersehnten Turbo ein. Und binnen kurzer Zeit stand es dann 21:22. Allerdings waren nur noch 30 Sekunden übrig, sodass es den Hornbergerinnen nicht mehr zum Angriff reichte.

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So sind die Hornbergerinnen die zweite Mannschaft, die gegen Sinzheim zuhause verloren hat. Eine völlig kopflose SG stand an diesem Tag auf dem Feld. Alle Spielerinnen waren zwar auf dem Platz präsent, doch mit dem Kopf war keine so richtig dabei. Nun gilt es im Training an den technischen Fehlern zu arbeiten. Denn diese sind in den letzten Partien deutlich gestiegen. Die SG steht zwar nach wie vor auf dem fünften Platz, doch der Punktevorsprung zu den unteren Rängen wird immer geringer.

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Kommende Woche spielen die Ho/La-Damen zwar zuhause, aber aufgrund der Bauarbeiten an der Hornberger Sporthalle findet das Heimderby gegen die SG Freudenstadt/Baiersbronn in Triberg statt!

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SG Ho/La: Caroline King, Selina Rodriguez (Tor); Madita Holzmann (2), Ramona Fichter, Madeleine Lauble (3), Juliane Kaspar, Vivien Abelmann (1), Verena Hinz (5/3), Melanie Moosmann, Mareike Keysers, Christine Oeser (3), Hebiba Kurz (3/1), Maike Staiger (4)

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