Bericht Südbadenliga Damen

von Petra Molitor

 

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Dezimierte SG kämpft bis zum Schluss – und wird nicht belohnt

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Vergangenen Samstag kassierten die Damen der SG Hornberg/Lauterbach eine bittere Auswärtsniederlage. Mit 28:27 (15:15) mussten sie sich gegen den TuS Steißlingen geschlagen geben. Trotz des Fehlens der drei Mittespielerinnen Christine Oeser, Madita Holzmann und Madeleine Lauble zeigte sich das Team um Trainer Werner Heidig von Anfang an kämpferisch und gab zu keiner Zeit auf. Leider wurde dies nicht mit wenigstens einem Punkt belohnt.

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Den besseren Start in die Partie erwischte der TuS. Nach knapp vier gespielten Minuten gingen sie mit 3:1 in Führung. Doch Hornberg glich schnell aus. Beide Teams spielten nun auf Augenhöhe. Die Bodenseelerinnen behielten aber zu dieser Zeit noch die Oberhand. Die SG leistete sich wieder einmal zu viele technische Fehler. Zahlreiche Bälle landeten direkt in den Händen der Gegner, sodass diese ihren gewohnten schnellen Tempo-Handball zeigen konnten. Allerdings erwischte Torhüterin Selina Rodriguez einen Sahnetag und entschärfte einige wichtige Bälle. Sie hielt ihr Team mit tollen Paraden immer wieder im Spiel. In der 21. Minute glichen die Gäste durch Hebiba Kurz zum 10:10 aus. Durch eine Zeitstrafe für die Gastgeberinnen bekamen die Hornbergerinnen nun mehr Platz am Kreis und gingen zum ersten Mal in diesem Spiel mit drei Toren in Führung (10:13). Allerdings schlichen sich wieder mehrere Fehler im Angriffsspiel der SG ein und auch die Abwehr schwächelte gegen Ende der ersten Halbzeit. Schnell kam Steißlingen wieder auf 13:13 heran. Bis zum Seitenwechsel blieb es beim Unentschieden.

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Nach einer kurzen Verschnaufpause und einigen Anweisungen von Heidig ging das Spiel weiter. Wieder war es der TuS, der den besseren Start erwischte und mit 17:15 davonzog. Allerdings gab Hornberg zu keiner Zeit auf. Die gewohnt schlechte zweite Hälfte blieb diese Woche aus und so kämpfte jede Spielerin, egal auf welcher Position, für den Sieg. In der 40. Minute trafen die Gastgeberinnen zum 21:19. Darauf folgten dann fast 10 torlose Minuten für Steißlingen. Ein Faktor hierfür war die deutlich besserstehende Abwehr der SG, aber auch die immer stärker werdende Selina Rodriguez im Tor. Hornberg konnte dies für sich nutzen und traf viermal. Die Zwei-Tore-Führung (21:23) konnte allerdings nicht weiter ausgebaut werden. Steißlingens Trainer nahm eine Auszeit, die Wirkung zeigte. Die Schwarzwälderinnen fielen wieder in alte Muster zurück und leisteten sich erneut zahlreiche Fehlpässe, die allesamt bei den Steißlingerinnen landeten. Diese Chancen wurden in Konter umgewandelt und schon drehte sich die Führung zugunsten des TuS (26:25). Verena Hinz und Biba Kurz, die an diesem Tag besten Torschützinnen für die SG, glichen zum 27:27 aus.

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Unglücklicherweise bekam Steißlingen über eine Minute lang Zeit für ihren letzten Angriff. Das längst überfällige Zeitspiel wurde nicht angezeigt und so spielte der TuS den Ball von einer Seite zur anderen. Hornberg wurde nahezu schwindelig gespielt und in Minute 59:43 ergab sich dann auch eine Lücke, die Rebecca Maier zu nutzen wusste und zum 28:27 für Steißlingen traf. Die genommene Auszeit von Heidig brachte leider nicht den erhofften Ausgleichstreffer, da die Gäste leichtsinnig den Ball verschenkten, wie so oft an diesem Tag. So blieb es beim 28:27. Angesichts des gesamten Spiels wäre durchaus ein Unentschieden gerecht gewesen, allerdings waren die Hornbergerinnen auch selber schuld. Zu viele technische Fehler machten es am Ende unmöglich, die hart erkämpfte Führung auszubauen.

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Die SG Ho/La muss sich schnell von dieser Niederlage regenerieren, um im kommenden Heimspiel gegen Sinzheim wieder Vollgas zu geben, um nach nun drei sieglosen Spielen endlich  wieder jubeln zu können. Auch möchten die Schwarzwälderinnen die bittere Hinspielpartie (21:20) wieder gut machen und haben mit den harzfreien Sinzheimerinnen noch eine Rechnung offen.

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SG Hornberg/Lauterbach: Caroline King, Selina Rodriguez (Tor); Ramona Fichter (2), Juliane Kaspar (3), Vivien Abelmann (2), Verena Hinz (10/4), Melanie Moosmann (2), Mareike Keysers, Hebiba Kurz (7), Maike Staiger (1)

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